Zum Start des beispielhaften Modellprojektes des Landes zur Förderung der Soziokultur in Hessen gemeinsam mit den Vertreten der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren in Hessen e. V. (LAKS) sagte heute in Wiesbaden die zuständige Sprecherin der CDU-Fraktion und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Hessischen Landtages, Judith Lannert: „Die Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren in Hessen leisten einen enormen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Hessen und zeigen ihre ganze Farbigkeit und Bandbreite. Viele Menschen sind mit Leidenschaft und Herzblut bei diesen Projekten dabei. Die neuen Möglichkeiten zum größtmöglichen selbstverantwortlichen Umgang der Kulturschaffenden mit den Fördermitteln des Landes sind daher auch als Anerkennung für ihr Engagement zu sehen. Die Landesförderung kann somit effektiver und mit größerer Nähe zu den Kulturakteuren vor Ort ihre Wirkung entfalten.“ Seit 2014 habe man zudem die Mittel für die Förderung der Soziokultur auf 700.000 Euro verdoppelt und auf diese Weise eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages umgesetzt.

Zentrales Element des Modellprojekts sei, dass die LAKS künftig erster Ansprechpartner für die Antragsteller sein werde. Hier gibt es kompetente Beratung, Informationen und die Prüfung auf Förderfähigkeit. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst stelle der LAKS die entsprechenden Fördergelder zur Weiterleitung zur Verfügung. „Die Fördergelder können über das ganze Jahr sowohl für Programme und Projekte, aber auch für Betriebskosten, Personalkosten oder Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt werden. Ein spezielles Budgetierungsmodell bildet dabei die ganze Vielfalt und die spezifischen Charakteristika dieses Bereiches ab“, so Lannert. Die Vereinbarung über den Modellversuch laufe bis 2020. Jährliche Auswertungen über das Verfahren und den Erfolg fänden Eingang in die Weiterentwicklung des Projektes.

„Kunst fördert Kreativität und Initiative, Vorstellungskraft, Selbstständigkeit, emotionale Intelligenz und moralische Werte ebenso wie die Fähigkeit zur kritischen Reflexion, zu Gedanken- und Handlungsfreiheit. Mit der eigenverantwortlichen Umsetzung der Mittel entstehen hier sicherlich wertvolle neue Impulse für das Kulturland Hessen“, sagte Lannert.

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